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Schweinegrippe betrifft Gebäudereiniger

Laut Situationseinschätzung des Robert Koch-Instituts zur Neuen Influenza (Influenza H1N1/2009) – umgangssprachlich Schweinegrippe genannt – sind in Deutschland Stand 13. August insgesamt 11.493 Fälle bekannt, am Vortag waren es noch 390 Fälle weniger.

Zum Ende der Urlaubszeit bringen größtenteils Reiserückkehrer die Schweinegrippe mit, die sich mit ähnlichen Symptomen wie die humane Influenza äußert. Müdigkeit, Fieber, Husten und Appetitlosigkeit teilweise auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, Schnupfen und Halsschmerzen sind erste Anzeichen einer Erkrankung.

Reinigungspersonal ist am Arbeitsplatz gerade in Flughäfen, Krankenhäusern und öffentlichen Gebäuden, in denen sich viele Menschen aufhalten, besonders gefährdet. Daher fordert die IG Bau bei der im Herbst geplanten bundesweiten Impfung zur Prävention die Regierung auf, Reinigungspersonal neben Gesundheitspersonal vorrangig zu impfen.

Neben der Wirtschaftskrise fühlen sich auch viele Unternehmen durch den Ausbruch der Schweinegrippe bedroht. Bei einer rasanten Ausbreitung des H1N1-Virus in ihrem Betrieb könnten hohe wirtschaftliche Schäden entstehen.
Als Präventionsmaßnahme setzen sie zur Zeit auf eine stärkere Hygiene und engagieren professionelle Reinigungsfirmen. Ein deutscher Gebäudereinigungskonzern beispielsweise kann sich zur Zeit kaum noch vor Aufträgen retten und profitiert in enormem Maße von der Pandemie. Das Unternehmen hat sich eigentlich auf die Reinigung von Krankenhäusern spezialisiert, wird jetzt aber vermehrt von Banken, Reedereien und Versicherungen beauftragt.

Insofern handelt es sich bei der Schweinegrippe nicht nur um eine weltweite Pandemie, sondern auch um ein lukratives Zusatzgeschäft der Reinigungs-Branche.

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Quelle u.a. Bundesministerium f Gesundheit