cleaners.cc - Angebote von Reinigungs-Profis kostenlos
Gebäudereiniger | Gebäudereiniger-Ratgeber | Gebäudereiniger-Nachrichten | Tarifverhandlungen gescheitert

Tarifverhandlungen gescheitert

Auch nach sechs Verhandlungsrunden seit Januar sind Arbeitgeber und IG Bau nicht aufeinander zugekommen. Der Vorstand der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat die Verhandlungen für gescheitert erklärt.
Eine Urabstimmung sowie Streiks in der Gebäudereiniger-Branche werden nun wohl folgen. Die bisherige Regelung zum Mindestlohn läuft zusammen mit dem Tarifvertrag Ende September aus. Danach sind die Unternehmen beim Abschluss neuer Arbeitsverträge nicht mehr an die Regelung gebunden.

Die IG BAU forderte zuletzt 8,7 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von 12 Monaten, denn der aktuelle Mindestlohn pro Stunde ist 8,15 Euro/West und 6,58 Euro/Ost. Von Arbeitgeberseite wurde nur eine Steigerung um 3,0 Prozent bei einer Laufzeit von 21 Monaten und drei Monaten ohne Gehaltssteigerung angeboten.

Laut Frank Wynands, Verhandlungsführer für die IG BAU, seien die 3,0 Prozent garnicht real, denn „Das Angebot der Arbeitgeber bedeutet 1,8 Prozent mehr im Westen und 2,1 Prozent mehr im Osten im Durchschnitt auf 12 Monate gerechnet". Das liegt laut IG Bau unterhalb der bisherigen Lohnabschlüsse in diesem Jahr; dabei sei das Gebäudereiniger-Handwerk erheblich weniger von der Krise betroffen als andere Branchen.

Dagegen hält der Bundesinnungsverband das mehrfach verbesserte Angebot für fair, auch sei die Branche von der Weltwirtschaftskrise als unternehmensnahe Dienstleistung direkt wie indirekt betroffen. Die Kunden von Reinigungsunternehmen fahren seit geraumer Zeit Kurzarbeit, sie sind von Insolvenz bedroht und kürzen ihrerseits die Einkommen ihrer eigenen Beschäftigten. Für abgehobene Lohnanpassungen der Reinigungsdienstleister gebe es in dieser Zeit kein Verständnis.


Quelle u.a. finanzen.net