Ertragssteigerung von Solaranlagen
Wissenschaftliche Langzeitstudien der Berner Fachhochschule zeigten bereits 1999, dass sich der Solarstromertrag einer Photovoltaikanlage durch Umweltverschmutzung zunehmend verringert.
Auch wenn Hersteller angeben, dass sich die Glasflächen selbst reinigen kann es je nach Standort der PV-Anlage, z. B. in der Nähe von Industrieansiedlungen (Industrieabgase und Stäube), einer Bahnlinie (Eisenabrieb), oder auch bei langen Trockenperioden (Staub, Blütenpollen) durch Staub und festhaftendem Schmutz zu einer dauerhaften Verschattung kommen. Nach einigen Jahren entsteht auf fast allen Anlagen ein Schmutzfilm auf den Glasscheiben. Leichte Verschmutzungen entfernt aufgrund der größtenteils schrägen Installationsweise der Photovoltaik Module der nächste Regenguss. Eine gründliche und gleichzeitig schonende Reinigung der Glasflächen sollte aber zum Werterhalt der Anlagen-Investition und zur Optimierung des Wirkungsgrades regelmäßig erfolgen.
Wie sollte gereinigt werden? Wenn möglich können PV- Module vom Erdboden aus mit einem Wasserschlauch in den Morgen- oder Abendstunden abgespritzt werden. Die Mittagszeit ist zu vermeiden, da die stark aufgeheizten Glasscheiben aufgrund großer Temperaturunterschiede zerbrechen könnten. Die Unterseite der Module sollte nicht mit dem Wasserstrahl getroffen werden, denn so könnte Wasser in die Anschlusskästen eindringen und hier Schäden anrichten. Besondere Vorsicht ist gerade bei der Entfernung von stark haftenden Verschmutzungen wie z.B. Vogelkot geboten, damit die Module nicht durch die Reinigung zerkratzt werden. Eine weitere große Gefahr, besteht darin, dass man versehentlich mit Teilen in Berührung kommt, die den elektrischen Strom leiten und in Verbindung mit Wasser schnell zu einer Gefahr für Leib und Leben werden kann.
Am besten sollte man für die Reinigung der Photovoltaikanlage eine professionelle Firma beauftragen, teilweise wird sogar ein ökologische Reinigungangeboten. Die Firmen arbeiten mit verschiedenen professionellen Reinigungsmethoden, z.B. mit rotierendem Bürstensystem, stangengeführt unter Verwendung von entmineralisiertem Wasser, welches Schmutzanhaftungen nachhaltig erschwert. Für die Betreiber von Photovoltaik-Großanlagen sind möglicherweise Automationslösungen am wirtschaftlichsten. In diesem Bereich wird noch eifrig geforscht, das Fraunhofer IPA nutzt dabei Know-how, das im Bereich der Robotik, insbesondere Reinigung von Fenstern u.ä., erworben wurde. |