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Reinigung von Museen und Kunstwerken

Neben der regelmäßigen Unterhaltsreinigung in Museum wird im Abstand von mehreren Jahren auch eine Grundreinigung des gesamten Museums, inklusive des Depots in dem Kunstwerke gelagert werden notwendig.

Bei der Unterhaltsreinigung werden meist Flure und Böden, Besuchertoiletten, Informationsschalter sowie die Ausstellungsräume gereinigt. Besonders in den Ausstellungsräumen spielt die regelmäßige Staubentfernung eine wichtige Rolle, da lang haftender Staub die Kunstwerke, besonders Bilder, beschädigen kann.
Darüber hinaus werden „hinter den Kulissen“ die Büroräume, sowie der zentrale Empfangsbereich gereinigt. Abhängig von Besucherzahlen spielt auch die Müllbeseitigung und die Pflege und Reinigung der Außenanlagen eine wichtige Rolle.

Im Rahmen einer Grundreinigung, die beispielsweise in der Stuttgarter Staatsgalerie einen Zeitraum von drei Monaten einnimmt und sehr personalintensiv ist, werden u.a. alle lüftungsschächte und Kabelkanäle gereinigt.
„Um die Kunst herum“ übernimmt dies ein Gebäudereinigungsdienstleister, verantwortlich für die Bilder sind aber Restauratoren, die sich in den Depots Bild für Bild voranarbeiten. In Stuttgart müssen dabei 4500 gelagerte Bilder abgestaubt werden. Sie hängen auf beweglichen Gittern, die über ein Rollensystem ohne Erschütterungen herausgezogen werden können.Die Depots sind mit einem aufwendigen Lüftungs- und Filtersystem ausgestattet, die Temperatur liegt konstant bei 18 bis 20 Grad, die Feuchtigkeit bei rund fünfzig Prozent - damit nichts quellen und schwellen kann.

Doch trotz aller Vorsorge gelangt der Staub auf vielen Wegen in die Staatsgalerie. Allein durch die Besucher, die Hautschüppchen und Härchen, Fusseln von Teppichböden und ihrer Kleidung mitschleppen, die beim Wandeln durch die Galerieräume Staub aufwirbeln, der sich dann auf die Bilder setzt. Ob Staub einem Kunstwerk schadet, hängt von vielen Faktoren ab: Kleine Teilchen haften eher als große, eine raue Oberfläche ist anfälliger als eine glatte. Säurehaltige und alkalische Bestandteile schädigen die Farben, fetthaltiger Staub verbindet sich mit ihnen. Auch die Stickoxide aus Autoabgasen zerstören Farbstoffe, Textilien und Papiere.


Während der Grundreinigung werden die Werke aus den Regalen gehängt und auf Gemäldewagen in den Wechselausstellungsraum gefahren. Dort wird die bemalte Leinwand mit einem weichen Ziegenhaarpinsel
abgestaubt, bei der Rückseite kommt ein härterer Borstenpinsel zum Einsatz. Und während gewedelt wird, saugt der Staubsauger sofort die aufgewirbelten Partikel auf, damit der Staub sich nicht gleich wieder ein anderes Bild sucht. Damit sich auf der Rückseite zwischen Leinwand und Holzrahmen keine Schmutztaschen bilden oder sich Insekten einnisten, sind die Gemälde von hinten mit einer speziellen Pappe geschützt.


Quelle u.a. stuttgarter zeitung