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Vor- und Nachteile des Microfasertuchs

Aus der Reinigungsbranche ist sie nicht mehr wegzudenken: die Microfaser.
Erstmalig produzierte im Jahr 1965 ein japanisches Textilforschungslabor Mikrofasern, der Durchbruch erfolgte dann 1990. Sowohl Kleider (insbesondere Freizeit-, Sport- und Outdoorkleidung), Unterwäsche als auch Reinigungsutensilien (Bodentücher, Brillentücher, Fenstertücher, spezielle Handschuhe, Poliertücher, Putz- und Reinigungstücher sowie Vliestücher und Wischmops) werden aus Mikrofasern hergestellt.

Haupteigenschaft der synthetisch hergestellten Mikrofaser ist Ihre Feinheit. Sie ist mit einem Wert von 0,1-0,7 dtex, bei der Ultramikrofaser sogar unter 0.3 dtex, feiner als Seide (1 dtex). Verarbeitet werden diese sehr dünnen Fasern zu einem dichten weichen Stoffgewebe. Die Fasern selbst kleben nicht aneinander. Hierdurch wird eine große Oberflächenstruktur erreicht, die für die Reinigung zahlreiche Vorteile mit sich bringt.

Mikrofasertücher haben:

  • eine sehr weiche Oberfläche
  • sind stark schmutzaufnehmend
  • sind sehr robust und formbeständig.
  • haben einen hohen Reinigungseffekt
  • eignen sich für glatte und für poröse Flächen
  • haben eine hervorragende Reinigungseffizienz für geringgradige Verunreinigungen
  • reinigen relativ rückstandsfrei, oft ohne Nachtrocknung
  • können mit Lösungsmittel (Wasser, Alkohol-Wasser-Gemisch, Reinigungsbenzin etc.) getränkt oder auch trocken eingesetzt werden
  • verringern den Zeitaufwand vieler Reinigungsprozeduren erheblich
  • sind ergonomischer als herkömmliche Produkte und verlangen weniger Kraftaufwand
  • sind umweltfreundlich (recyclebar, langer Lebenszyklus, benötigen wenig bis keine Chemie)
  • eignen sich auch für poröse Flächen

Nachteile:

  • wegen des relativ hohen Härtegrads des Materials Polyester besteht die Gefahr des Entstehens von Mikro-Schleifspuren bei Daueranwendung an weichen Kunststoff-Flächen.
  • wegen ihrer hohen Materialdichte neigen Mikrofasertücher beim Einsatz im Trockenzustand zu triboelektrischen Aufladungen
  • relativ teuer in der Anschaffung

Reinigung von Microfasertüchern:

  • in der Waschmaschine
  • mit wenig Waschmittel
  • bei geringer Temperatur
  • OHNE Weichspüler (dieser legt sich wie ein Film um die Fasern, verhindert künftig Durchlässigkeit von Wasserdampf, zerstört die Weichheit des Materials)
  • direkt nach der Maschinenwäsche (zur Formstabilität)
  • nicht im Wäschetrockner trocknen

Mikrofasertücher sind durch ihre unvergleichbar hohe Effizienz bei der Gesamtkostenanalyse einer Reinigungsprozedur oftmals die preisgünstigste Variante.
 


 
   


Quelle u.a. zweiundvierzig