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ph-Wert was ist das

Der pH-Wert (abgeleitet vom lateinischen pondus = Gewicht oder potentia = Kraft; und hydrogenium = Wasserstoff) misst die Stärke der sauren bzw. basischen Wirkung einer wässrigen Lösung und wurde als Begriff vom dänischen Chemiker Søren Sørensen im Jahr 1909 eingeführt.

Der ph-Wert verschiedener Lösungen ist temperaturabhängig und reicht von 0 (extrem sauer) bis 14 ( hochalkalisch). Ein ph-Wert von 7 wird als "neutral" bezeichnet. Ph-Werte unter 7 werden daher als "sauer", über 7 als "alkalisch" oder "basisch" bezeichnet.

Welche Rolle spielt der ph-Wert in der Gebäudereinigung?

Nachfolgend einige interessante Beispiele:
Relevant ist der Wert dann, wenn das zu reinigenden Objekt empfindlich auf den „falschen“ ph-Wert reagiert. Kalkhältige Bodenbeläge (z.B. Marmorböden) dürfen z.B. nicht sauer oder Linoleumbeläge nicht stark alkalisch gereinigt werden, da dies zu Schäden führen würde. Häufig werden zur Reinigung billige oder falsch dosierte Reinigungsmittel ohne vorherige Bestimmung des Ph-Wertes eingesetzt oder nicht fachgerechte angewendet. Das Resultat kann zwar auf den ersten Blick relativ gut wirken, auf Dauer führt diese Vorgehensweise jedoch zu starken Abnutzungserscheinungen und Schäden z.B. an Fliesen oder Armaturen und somit zu einer reduzierten Nutzungsdauer.

Mit Hilfe von alkalischen Grundreinigern werden heutzutage Pflegemittelfilme entfernt. Beim Einsatz muss unbedingt darauf geachtet werden, welcher Belag gereinigt werden soll. Linoleum darf nur mit pH-Werten von maximal 9,5 behandelt werden, da er sonst unter Gelbfärbung verseift, d.h. zerstört wird. PVC dagegen ist unempfindlich gegenüber hohen pH-Werten. Wird also ein Grundreiniger für PVC auf Linoleum angewendet, kann schnell ein hoher materieller Schaden auftreten.

Auch bei der Entsorgung der Schmutzflotte müssen die jeweils geltenden Bestimmungen für die Einleitung in das Abwassersystem beachtet werden. Die biologische Abwasserreinigung durch Mikroorganismen kann meist im Bereich PH 6-8 erfolgen, wird dieser Grenzwert nicht eingehalten wird, stellen die Bakterien Ihre Arbeit ein oder sterben. Zu hoch alkalische Abwässer zerstören unter Umständen auch Abwasserrohre und belasten die Kläranlage; auch bestimmte Wachmittel oder fast alle WC-Steine beeinflussen den PH-Wert sehr negativ und sollten nicht verwendet werden.

Trinkwasser aus der Leitung darf in Deutschland laut der Trinkwasserverordnung einen pH-Wert zwischen 6,5 und 9,5 aufweisen.

Die Haut des Menschen ist leicht sauer bei einem pH ≈ 5,5. Der Säuremantel ist ein Schutz vor Krankheitserregern. Seifen sind deutlich basisch und „trocknen“ die Haut aus, sie entfernen die Fettschicht und zerstören die Säureschicht. Heutige Waschlotionen aus einem Gemisch einer Trägersubstanz aus Wasser, Glyzerin, Natriumchlorid, Natriumthiosulfat, Natrium- hydrogencarbonat, Distearate und einem geringen Anteil synthetischer Tenside sind mit ihrem pH-Wert um 5 eingestellt. Bei der Arbeit mit bestimmten alkalischen Reinigungslösungen müssen die Hände unbedingt mit Handschuhen geschützt werden.

Wie wird der ph- Wert gemessen?
Es gibt unterschiedliche Messmethoden, eine einfache Bestimmung erfolgt durch visuellen oder farbmetrische Bewertung der Farbumschläge von Indikatorfarbstoffen. In der Gebäudereinigung wird dafür ph-Papier benutzt.
Das ph-Papier ist ein länglicher Streifen Papier, der seine Farbe verändert, sobald er mit einer Flüssigkeit in Berührung kommt. Die Art der Farbveränderung zeigt an ob es sich bei der Flüssigkeit um eine sauer reagierende Flüssigkeit oder eine neutral reagierende Flüssigkeit oder aber eine alkalisch reagierende Flüssigkeit handelt.

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Quelle u.a. wikipedia